Stern der Woche Orchester unterstützt: Ulrich Junge, Mediziner und Musikfreund. FOTO: NW

An Ulrich Junge für sein langes ehrenamtliches Engagement als Vorsitzender des Trägervereins der Jungen Sinfoniker OWL.

Zwischen Musik und Medizin besteht eine besonders innige Verbindung. Dafür bedarf es eigentlich keines weiteren Beweises, aber die Jungen Sinfoniker sind ein gutes Beispiel für dieses Phänomen. Ulrich Junge (70), bis 2007 Chefarzt der Medizinischen Klinik Rosenhöhe in Bielefeld, übernahm den Vorsitz des Trägervereins des Regional-Jugendsinfonieorchesters für Ostwestfalen-Lippe vor zehn Jahren von einem Mediziner, und er reichte den Stab nun wiederum an eine Ärztin weiter.

Mit Medizinern an seiner Spitze ist das vor 35 Jahren gegründete Orchester, das junge Musiktalente in zwei Arbeitsphasen pro Jahr mit großer Sinfonik vertraut macht, gut gefahren. Eine lebenslange Passion für die klassische Musik, eine Leidenschaft für die musikalische Entwicklung junger Menschen und zugleich ein praktischer Sinn, ein Händchen fürs Organisatorische, zeichneten Ulrich Junges Wirken aus. Der gebürtige Stettiner, der 1985 nach Bielefeld kam, kennt sich in der hiesigen Musik- und Kunstszene hervorragend aus, hat viele Verbindungen, ist aus seiner Zeit als Leitender Arzt auch verwaltungstechnisch beschlagen. Alles dies setzte der dreifache Familienvater zum Wohl der Jungen Sinfoniker ein – für ihn eine Herzensangelegenheit.

Junge sorgte mit seiner sympathischen Aufgeschlossenheit und diplomatischem Geschick dafür, dass das Orchester auch in wirtschaftlich angespannten Zeiten relativ sorgenfrei in die Zukunft blicken und sogar eine Reise nach Moskau unternehmen konnte. Auch für den arbeitstäglichen Einsatz in der Geschäftsstelle war er sich nicht zu schade. Für sein Engagement verleihen wir Ulrich Junge den Kultur-Stern der Woche. (tom)

Eine Initiative der Neuen Westfälischen (NW), der Lippischen Landes-Zeitung (LZ) und des Haller Kreisblatts (HK).

© 2012 Neue Westfälische 01 - Bielefeld West, Samstag 07. Juli 2012