Alexander Hannemann stammt aus Detmold und studierte zunächst Klavier bei Prof. Edmundo Lasheras an der Hochschule für Musik in Detmold und dann Dirigieren bei Prof. Hans Dieter Baum und Prof. Christian Ehwald an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin. Bereits während seines Studiums leitete er zahlreiche Aufführungen u.a. mit den Berliner Symphonikern, dem Berliner Kammerorchester Sinfonietta 92 sowie dem SODA-Sinfonieorchester beim Klassik-Sommer in der Kulturbrauerei Berlin. 2003 führte er mit dem Filmorchester Babelsberg Kurt Weills Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny auf und dirigierte die Kammerakademie Potsdam bei der Eröffnung des Intersonanzen-Festes der Neuen Musik Brandenburg. Darüber hinaus war er als Lehrbeauftragter an der Hochschule für Musik Hanns Eisler tätig und übernahm die musikalische Leitung der Produktion Ein Fest bei Prinz Heinrich (TV-Mitschnitt des ORB) an der Musikakademie Rheinsberg, die vom ORB-Fernsehen ausgestrahlt wurde.

Alexander HannemannNach 4 Semestern führte ihn sein erstes Festengagement 2002 als Studienleiter und Kapellmeister zunächst an das Mitteldeutsche Landestheater Wittenberg, bevor er 2004 eine Dozentur an der Royal Danish Opera Academy in Kopenhagen übernahm. 2005/2006 war er als Repetitor mit Dirigierverpflichtung an das Tiroler Landestheater Innsbruck engagiert, wo er ein breites Repertoire von Purcell über Offenbach bis zur Neuen Musik dirigierte. Ab der Saison 2006/07 war er für drei Spielzeiten am Landestheater Linz unter Vertrag. Als Kapellmeister und Korrepetitor dirigierte er regelmäßig das Bruckner Orchester Linz und assistierte Dennis Russell Davies bei zahlreichen Operneinstudierungen.

Gastengagements führten Alexander Hannemann unter anderem an die Staatsoper unter den Linden Berlin, wo er im 2008 die Musikalische Leitung des »Happy Hour«-Projektes übernahm. Im selben Jahr wurde er erneut an die Kammeroper Schloss Rheinsberg verpflichtet, wo er die musikalische Leitung der Opernwerkstatt innehatte. Im Konzertbereich arbeitete Alexander Hannemann mit renommierten Orchestern, darunter die Brandenburger Symphoniker, das Preussische Kammerorchester Prenzlau, die Kammerakademie Potsdam, das Filmorchester  Babelsberg, das Akademische Orchester Berlin und die Berliner Symphoniker.

Seit der Spielzeit 2009/2010 ist Alexander Hannemann am Hessischen Staatstheater Kassel unter Vertrag. Dort dirigierte er als 2. Kapellmeister des Hauses zentrale Werke der Opernliteratur, so unter anderem Händels Giulio Cesare, Verdis Otello, Gounods Faust, Puccinis La Bohème, Schostakowitschs Lady Macbeth von Mzensk und Aribert Reimanns Lear. Im Oktober 2012 wurde Alexander Hannemann am Staatstheater Kassel zum 1. koordinierten Kapellmeister ernannt.

Sein großes Repertoire umfasst die Hauptwerke der Opernliteratur vom Barock bis zur Moderne ebenso wie zahlreiche Werke der Musical- und Operettenliteratur. Darüber hinaus ist Alexander Hannemann bei Liederabenden und im Bereich der Kammermusik weiterhin pianistisch tätig.