Bernd Wilden

studierte Kirchenmusik und Dirigieren an der Hochschule für Musik in Köln und war von 1996-2000 als Kapellmeister am Theater der Stadt Hagen tätig. Seit 2000 arbeitet er als freischaffender Dirigent und Komponist. Bernd Wildens Tätigkeit als Musiker ist durch eine große stilistische und genreübergreifende Vielseitigkeit gekennzeichnet. So finden sich in seinem kompositorischen Schaffen neben traditionellen Formen wie Ouverture und Streichquartett auch Pop- und Jazz-Kompositionen, Bühnen- und Filmmusiken stehen neben kirchenmusikalischen Werken. Besonders erfolgreich waren die Aufführungen seiner Ballettmusik „Goldmund“ sowie der Märchenopern „Die Schneekönigin“ und „Pit und Paula“ am Landestheater Kiel. Als „universales Kunstwerk“ und „zeitloses Meisterstück“ feierte die Kritik das 2011 in Bielefeld uraufgeführte Oratorium „RUACH“. Darüberhinaus ist Bernd Wilden als Bearbeiter und Arrangeur für verschiedene Ensembles tätig, u.a. für die Rundfunkorchester des NDR und WDR.

Als versierter Stummfilmbegleiter ist Bernd Wilden regelmäßig beim Bielefelder Film&MusikFest zu Gast, das jedes Jahr von der Friedrich Wilhelm Murnau–Gesellschaft veranstaltet wird. Zu bisher zwölf Stummfilmen komponierte er sinfonische Filmmusiken, die auch alle unter seinem Dirigat uraufgeführt wurden, darunter Klassiker wie „Die Büchse der Pandora“ und "Nosferatu". Erst im März spielte das Funkhausorchester des WDR Bernd Wildens Musik zu Murnaus „City Girl“unter seiner Leitung. Für Oktober ist eine Aufführung seiner Musik zu Murnaus „Der letzte Mann“ mit dem Babelsberger Filmorchester in London geplant.

Neben der Komposition liegt Bernd Wilden vor allem die Arbeit mit dem Bielefelder Musikverein am Herzen. Seitdem er im Frühjahr 2013 die künstlerische Leitung des Konzertchores übernommen hat, setzt er mit einer Programmgestaltung, die deutlich über das Standardrepertoire hinausgeht, besondere Akzente in den Bielefelder Chorkonzerten. So erklangen bisher unter seiner Leitung neben den großen bekannten Werken auch zahlreiche unbekanntere Kompositionen, darunter alleine 9 Bielefelder Erstaufführungen.

Im Sommer 2017 dirigiert Bernd Wilden bereits zum dritten Mal die Jungen Sinfoniker, für die er in der Vergangeheit auch schon als Komponist tätig war.

So erklang in der 70. Arbeitsphase im Jahr 2008 u.a. das eigens für die Jungen Sinfoniker komponierte Konzertstück „Capriccio“. Ebenfalls 2008 entstand im Auftrag der Jungen Sinfoniker „PhilhArminia“, eine Crossover-Komposition über die Arminia-Hymne. Im Juli ‘08 spielten die JuSis das Werk auf CD ein, im Oktober erfolgte die Präsentation in der Schüco-Arena.